Klimastation Gundersheim, 193 m ü. NN

Bergstation im Juni 2002
Die Bergstation

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© Dipl.-Geogr. Martin Werner An der Heimstation im Juni 2007
Die Heimstation

Talstation im Juni 2007
Die Talstation

Die Klimastationen

Bergstation (Plateau)
Heimstation (mittlere Hanglage)
Talstation (Plateaufuß)

Lage der Stationen

Die Bergstation (248m ü. NN) liegt oberhalb von Gundersheim auf dem nach Nordosten abfallenden Zeller Kalkplateau, unmittelbar über der Abbruchkante in der ehemaligen Bauschutt-Deponie des Kreises Alzey-Worms, im Gemarkungsbereich "Am Mohrkreuz".

Die Heimstation befindet sich im geschlossenen Ortsbereich von Gundersheim in 193 m ü. NN im heimischen Garten.
Die vom Deutschen Wetterdienst anerkannte Messhütte steht in 2 m Höhe auf grasbewachsenem Untergrund (Inspektionsbesuch am 14.Juni 1995 durch den Leiter des Klimadienstes vom Deutschen Wetterdienst - Wetteramt Trier).

Die Talstation liegt in der Talsohle zwischen Gundersheim und Westhofen am südwestlichen Ufer des Hochwasserrückhaltebeckens in 138 m ü. NN in unmittelbarer Nähe der Altbacheinmündung in den Vorklärteich.


Entfernung : Heimstation - Bergstation 640 m
Entfernung : Heimstation - Talstation 2450 m
Höhendifferenz : Heimstation - Bergstation 55 m
Höhendifferenz : Heimstation - Talstation 55 m


Stationsübersicht   (Ein Klick auf die Karte vergrößert die Darstellung)
Stationsübersicht

Ausstattung

Heimstation: Die Heimstation ist seit 2004 mit einer Funk-Wetterstation ausgestattet. Die genaue Bezeichnung lautet WS 3600. Die folgenden Parameter werden auf stündlicher Basis erfasst:

  • Temperatur (°C)
  • Relative Luftfeuchte (%)
  • Luftdruck (hPa)
  • Windrichtung
  • Windstärke (km/h)
  • Niederschlagssumme (mm)
  • Mit Hilfe der PC-Software "Heavy Weather Pro" können die in der Station gespeicherten Messwerte ausgelesen und in ein Textformat exportiert werden um sie in EXCEL weiter verarbeiten zu können. Im Zeitraum von 1998 bis 2004 wurde die Heimstation noch mit der Station "TELEMET" betrieben. Die Telemetrie-Station war ein erster Schritt von der analogen Erfassung der Daten zur fortschrittlichen digitalen. Die zeitraubende manuelle Eingabe der Messblätter der Thermohygrographen entfiel damit. Die Telemetrie-Station enthielt 7 Sensoren für Parameter: Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Helligkeit und Niederschlag.

    Bergstation/ Talstation: Die beiden Aussenstationen sind mit je einem USB-Temperatur- Feuchte-Datenlogger DL-120TH des Herstellers VOLTCRAFT ausgestattet. Es handelt sich hierbei um kompakte, recht robuste Datenlogger mit eingebauter Lithiumbatterie für die Aufzeichnung von 16000 Temperatur- und 16000 Feuchte-Messwerten. Die gespeicherten Messwerte können per USB-Schnittstelle ausgelesen und zur Weiterverarbeitung in EXCEL im Text-Format exportiert werden. Der Messbereich der Temperatur reicht von -40 bis +70°C. Der Messbereich der Luftfeuchte von 0-100%rF. Der Datenlogger ist aufgrund seiner Robustheit wartungsfrei. Die beiden Datenlogger befinden sich nunmehr seit 2008 im Einsatz und zeigten bisher eine hohe Zuverlässigkeit ohne Datenausfälle.

    Die Datenlogger wurden auf ein Aufzeichnungsintervall von 1 Stunde programmiert. Mit dieser Einstellung lassen sich theoretisch 666 Tage lang stündlich Temperatur und Luftfeuchte aufzeichnen. Um Strom zu sparen wurde der LED-Blinkzyklus der Logger jeweils auf 30 Sekunden eingestellt. Der Zeitpunkt für das Auslesen der Datenlogger kann frei gewählt werden. Insofern ist man beim Abholen der Messdaten weitaus flexibler als dies noch der Fall war, als Temperatur und Luftfeuchte noch mit den Thermohygrographen registriert wurden. Hier war der Wechsel der Diagrammblätter nach einer Woche, und exakt an einem Tag fällig! Dies war in der Vergangenheit sehr aufwendig. Die Stationen sind in den Wintermonaten nur schwer erreichbar, insbesondere die Talstation, wo der morastige Untergrund mehr als einmal die Ursache für ein Steckenbleiben unseres Fahrzeugs war. Landwirte aus Gundersheim halfen schon desöfteren bereitwillig beim "Bergen" des Autos...

    Die Niederschläge werden an beiden Stationen mit einem nach Prof. Hellmann konstruierten Gerät (nach WMO-Norm) mit Auffangquerschnitt von 200 cm2 aufgefangen und in eine Plastikflasche geleitet, welches gut verschlossen ist um die Verdunstung so gering wie möglich zu halten. Die Niederschlagsmengen werden monatlich ausgemessen.